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Kinderfilm: Stoff- und Projektentwicklung

Autor/in:
Beate Völcker 
Übersetzung:
 
Verlag:
UVK-Verlagsgesellschaft 
Publiziert:
2005 
ISBN:
3-89669-521-5 
Seiten:
254 S. 
Schlagwörter:
Filmgeschichte | Kinderfilm | Medienverbund 

Rezension

Neben Familienkomödien, Animationsfilmen und Fantasy-Abenteuern der grossen US-Studios oder skandinavischen Produktionsperlen kommen im Bereich Kinderfilm zunehmend wieder deutsche Produktionen auf die Leinwand. Zeichentrickfilme wie “Lauras Stern” und “Der kleine Eisbär”, Sams- und Bibi-Blocksberg-Verfilmungen oder die jüngsten Adaptionen klassischer Kästner-Stoffe haben ein Millionenpublikum erreicht. Im laufenden Jahr scheint sich diese Entwicklung mit “Felix 2”, Cornelia Funkes “Herr der Diebe” und ihren “Wilden Hühnern”, einer prominent besetzten Neuauflage des “Räuber Hotzenplotz” und dem aktuellen Kinoabenteuer “TKKG und die rätselhafte Mind-Maschine” fortzusetzen.
Dabei hat es der Kinderfilm, wie Beate Völcker in ihrer umfassenden und gut lesbaren Einführung zeigt, nicht unbedingt einfach. Produktionen sind infolge aufwändiger Castings und längerer Drehzeiten kostspielig, laufen meist nur in der Nachmittagsschiene und müssen nebst einem kritischen Kinderpublikum auch die erweiterte Zielgruppe der (begleiten-den) Erwachsenen ansprechen. Da es eige-ne Stoffe zudem schwer haben, setzen Kinderfilme vermehrt auf bekannte Vorla-gen und die Vermarktung im Medienverbund.
Nach einem geschichtlichen Abriss leuchtet Völcker thematische und dramaturgische Besonderheiten sowie marktwirtschaftliche Bedingungen aus und illustriert sie anhand von Beispielen. Drei ausführliche Filmanalysen sowie Interviews mit einer Psychoanalytikerin und zwei Produzentinnen erfolgreicher Kinderfilme eröffnen einen lebendigen und praxisnahen Einblick in die Mechanismen des filmischen Erzählens für Kinder.
Daniel Ammann

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