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Der kleine Rabe Socke – Alles wieder dran!

Autor/in:
 
Übersetzung:
Win (95, 98, ME, 2000, NT, XP)/Mac (ab 7.5) 
Verlag:
Tivola 
Publiziert:
2000 
ISBN:
3-89887-053-7 
Seiten:
CD-ROM 
Schlagwörter:
Spielgeschichte 

Rezension

Der kleine Bilderbuch-Rabe mit der rot-weissen Ringelsocke am linken Fuss hat die Kinderherzen als launiges Rauhbein mit Hang zum Egoismus im Sturm erobert. So hinterlistig, skrupellos und fies wie er etwa einen Kameraden nach dem anderen seiner Spielsachen entledigt, so zerknirscht gibt er am Schluss alles wieder zurück, weil er sich mit seinem Benehmen isoliert hat und niemand mehr mit ihm spielen will.
Ähnlich ist die Ausgangslage bei der vorliegenden Spielgeschichte: Der kleine Rabe hat sich Eddi-Bärs Dreirad «ausgeliehen» und in voller Fahrt einen Totalschaden produziert, weil sich so ein «blöder Baum» einfach mitten in den Weg gestellt hat. Nun sind die kleinen Spielerinnen und Spieler – von denen nicht wenige eine textile Variante des Gelbschnabels in ihrem Bett haben dürften – am Computer gebeten, ihrem Freund aus der Patsche zu helfen und mit ihm zusammen die im ganzen Wald verstreuten Fahrradteile zu suchen und am Schluss zusammenzusetzen. Denn es gilt, Eddi-Bär zu besänftigen, bevor er richtig wütend wird. Zur Belohnung darf man dann eine Runde mit Eddis Dreirad im Fahrsimulator absolvieren – im Wettstreit mit dem kleinen Schaf, das auf seinem Rollbrett nicht schlecht mithalten kann.
Nun wäre das Ganze etwas trivial, wenn die Teile einfach so im Wald herumlägen und gefunden werden müssten. Auf wundersame Art ist offenbar jedes Fahrradfragment bei einem Freund gelandet: beim Dachs, beim Hasen oder beim Schaf usw. – und diese rücken das natürlich nicht einfach so heraus. Um an die Hinterräder, den Lenker oder die Hupe zu gelangen, müssen wir bzw. muss der Rabe jeweils eine kleine Aufgabe erledigen oder eine gute Tat vollbringen, etwa die verschütteten Käfer aus der Sammlung des Hasen wieder ins Glas zurück bugsieren.
Während sich die narrative Struktur an jener der Raben-Bücher orientiert, ist auf der CD-ROM die Reihenfolge der Episoden frei wählbar, d.h., man klickt sich an den Wegweisern im Wald entlang, bis alle Freunde besucht und alle Teile gefunden sind. Die sieben Spiele umfassen ein Memory, ein Labyrinth, zwei verschiedene Suchspiele, ein Mausgeschicklichkeitsspiel, eine Konzentrationsübung und ein einfaches physikalisches Experiment und sind jeweils in zwei Schwierigkeitsstufen spielbar. Die Schauplätze und die putzigen Tierfiguren sind eng an die Bilderbuchillustrationen angelehnt. Die CD-ROM eignet sich gut für junge Computereinsteiger/innen, die mit ihrer Lieblingsfigur zusammen ein Problem lösen wollen und dabei im Sog der linearen Geschichte erste Spielerfahrungen machen können.
(Siehe auch: «Rabenstarker Dreikäsehoch.» In: Ammann, Daniel; Hermann, Thomas. Klicken, lesen und spielend lernen: Interaktive Spielgeschichten für Kinder. Zürich: Verlag Pestalozzianum, 2004. S. 88–93.)
Thomas Hermann

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