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Mit wem spielst du, Willi Wiberg?

Autor/in:
Gunilla Bergström 
Übersetzung:
Win(95, 98, NT 4.0, 2000, ME, XP)/Mac (ab OS 8.1/OSX) 
Verlag:
Oetinger 
Publiziert:
2002 
ISBN:
3-7891-8027-0 
Seiten:
CD-ROM 
Schlagwörter:
Spielgeschichte 

Rezension

Willi Wiberg (im schwedischen Original eigentlich Alfons Åberg) ist im Gegensatz zu vielen Heldinnen und Helden der Kinder- und Jugendliteratur kein ungewöhnliches oder exzentrisches Kind. Gegenstand der rund zwanzig Bilderbuchgeschichten von Gunilla Bergström sind stets einfache Alltagsbegebenheiten und häusliche Probleme wie kindliche Ängste, Fantasieabenteuer, Auseinandersetzung mit der Erwachsenenwelt oder Freundschaft und Konflikte unter Gleichaltrigen. Auch die vorliegende CD-ROM, die in enger Zusammenarbeit mit der Autorin entstanden ist, greift diese Themen auf. Die liebevoll gestaltete Scheibe versammelt über ein Dutzend originelle Spiele und Aktivitäten und bettet diese durch Erzählübergänge, kurze Dialoge sowie regelmässige Ess- und Schlafenszeiten in einen Tagesablauf ein.
Am Tisch soll man zwar nicht mit dem Essen spielen (wie sich Vater und Sohn gegenseitig immer wieder ermahnen), aber mit Witz und Ironie setzt sich die kindliche Einbildungskraft über diese Vorschrift hinweg. Schon beim Frühstück gilt es, die in Seenot geratenen Preiselbeeren aus dem Milchteich zu retten, am Mittag verwandelt sich der Spinat im Teller in einen riesigen Sumpf, der nur mit einem langen Steg aus Fischstäbchen überbrückt werden kann, und während des Abendessens müssen sich Willi und sein Papa gar als Fleischbällchenseeräuber bewähren und wertvolle Rubinen in Sicherheit bringen – unversehens wird der Kartoffelstock zur Festung, die braune Sauce bildet das Meer und die Erbsen haben sich in gefährliche Piranhas verwandelt.
Für zusätzliche Abwechslung sorgen Willis Besuche bei der Grossmutter oder seine Freunde Milla und Viktor, die er anrufen und zu sich nach Hause einladen kann. Die beiden bringen jeweils ein eigenes Spiel mit, dürfen natürlich zum Essen bleiben und leisten Willi bei seinen Abenteuern als Feuerwehrmann, Kranführer oder auf wundervollen Fantasiereisen in selbst gebauten Flug- und Fahrzeugen Gesellschaft. Wenn Willi allein bleibt, tritt er, wie etwa beim Schiffe-Versenken, gegen seinen Papa an oder begnügt sich mit seinem Phantasiegefährten Alfons, der als Spielleiter auch die Gewinne überreicht oder Willi beim Einschlafen die Angst vor Gespenstern nimmt. Ab 4 Jahre.
(Siehe auch: «Ein Tag im Leben von Willi Wiberg.» In: Ammann, Daniel; Hermann, Thomas. Klicken, lesen und spielend lernen: Interaktive Spielgeschichten für Kinder. Zürich: Verlag Pestalozzianum, 2004. S. 102–112.)
Daniel Ammann

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