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Der Fall Mary-Lou

Autor/in:
Stefan Casta 
Übersetzung:
Aus dem Schwedischen von Angelika Kutsch. 
Verlag:
Oetinger 
Publiziert:
2000 
ISBN:
3-7891-3205-5 
Seiten:
230 S. 
Schlagwörter:
Behinderung | Erwachsenwerden | Freundschaft 

Rezension

Jahr für Jahr verbrachte Adam die Ferien im Sommerhaus am Meer. Jahr für Jahr freute er sich darauf, mit Mary-Lou zusammen zu sein. Sie spielten im Wald, träumten von einer gemeinsamen Zukunft, hatten sich gern. Als Adam zwölf Jahre alt wurde, zerbrach die Idylle. Mary-Lou verletzte sich beim Sturz von einem Baum schwer. Ein Unfall oder war sie absichtlich gefallen? Seither sitzt sie im Rollstuhl. Drei Jahre später folgt Mary-Lou Adams Einladung ins Sommerhaus. Er trifft auf eine unnahbare junge Frau, die sich nicht helfen lassen will. Schritt für Schritt erkämpfen sich die beiden in diesen Ferien eine neue Vertrautheit, lernen sie, mit den gegenseitigen Stärken und Schwächen umzugehen. Dennoch ahnt Adam, als Mary-Lou in die Stadt zurückkehrt, dass er sie nicht mehr sehen wird. – Der Autor schildert die Beziehung zwischen den beiden mit Ernsthaftigkeit und Humor zugleich, und er entgeht der Gefahr, sie einem unglaubwürdigen Happyend auszusetzen. Adam und Mary- Lou haben sich einen Sommer lang «gebraucht», jetzt müssen sie, beide schon sehr selbstständig und mit vielen Talenten gerüstet, ihren eigenen Weg gehen.
Christine Tresch

Ein Buchtipp aus "abheben. Empfehlenswerte Kinder- und Jugendbücher" Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich einer 2001 erschienen Broschüre, herausgegeben vom Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich und der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Basel-Landschaft. Die rezensierten Bücher zeichnen ein differenziertes Geschlechterbild und Mädchen und Buben frei von Rollenklischees.

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