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Und ausserdem sind Borsten schön

Autor/in:
Nadia Budde 
Übersetzung:
 
Verlag:
Peter Hammer 
Publiziert:
2013 
ISBN:
3-7795-0433-2 
Seiten:
32 S. 
Schlagwörter:
Anderssein | Reime | Schönheit 

Rezension

Nadia Budde präsentiert in ihren Büchern immer wieder eine beeindruckende Mi­schung aus neuen Ideen und wiedererkennbarem Strich. Mit ihrem neusten Werk ist der Berliner Künstlerin ein eben­so kluger wie humorvoller Kommen­tar zu gesellschaftlich virulenten Themen wie Schönheitsideal, Schlankheitswahn und Schön­heitsoperationen gelungen. Ih­­re mar­kanten, meist mit einem heraus­for­dernden Blick und mit schwarzen Konturen ausgestatteten Figuren scheinen wie geschaffen für dieses Thema.
Gekonnt gereimt nimmt Budde die BetrachterInnen von Anfang an gefangen: «Leider hab ich von Natur eine komische Frisur», beginnt der Reigen, bei dem man jeder Menge Tieren und Menschen begeg­net. Es sind Porträts von Wesen, die sich allesamt Veränderungen wünschen: Sie wollen glattes statt krauses Haar, grösser sein, kleiner sein oder gar aussehen wie eine Elfe. Speziell zum Elfen-Thema hat Budde eine Doppelseite gestaltet, die man so schnell nicht vergisst. Überhaupt konzentriert sie sich durchgängig ganz auf die tierischen Persönlichkeiten, stellt sie vor unter­schiedlich farbigen Hintergrund und verzichtet auf unnötige Requisiten.
Die «Moral von der Geschicht» verkün­det Onkel Parzival mit erhobenem Zeige­finger: «Eins ist wichtig, wie Du bist, so bist Du richtig!» Er ruht dank Yoga in sich selbst, und ist so authentisch, dass selbst entschiedene GegnerInnen von Botschaf­ten einfach nur zustimmen können.
Antje Ehmann
Buch&Maus 1/2013, S. 23

2829 Einträge 71 - 80

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