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The Perks of Being a Wallflower

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Autor/in:
Stephen Chbosky (Regie / Drehbuch) 
Übersetzung:
 
Verlag:
Summit Entertainment 
Publiziert:
2012 
ISBN:
 
Seiten:
103 Min. 
Schlagwörter:
Erwachsenwerden | Liebe | Selbstmord | Homosexualität | High-School 

Rezension

Einen Sommer lang hat Charlie mit nie­man­dem ausserhalb seiner Familie gesprochen. Nun steht das erste High-School-Jahr an, das endlich die Wende für den 15-Jährigen bringen soll. Dazugehören, Freundschaften schliessen, die Erlebnisse der letzten Monate überwinden – keinesfalls Dinge, die dem introvertierten, hochintelligenten Jungen leicht fallen. Erst als er Patrick, der sein Schwulsein ganz offen lebt, und dessen hübsche Stief­schwes­ter Sam trifft, wendet sich das Blatt. Er wird Teil der kleinen Aussen­­sei­terclique vom «Stand mit den Män­gel­exem­­plaren», geht auf Partys, nimmt Dro­gen und verliebt sich zum ersten Mal. Was wirklich in ihm vorgeht, vertraut er aller­dings nur den Briefen an, die er ano­nym an einen unbekannten Empfänger schickt.
Mit der Adaption seines eigenen Briefromans aus den späten Neunzigern (auf Deutsch auch unter «Das also ist mein Leben» erschienen) hat Regisseur Stephen Chbosky einen wunderbar berührenden Film auf die Leinwand gezaubert. Ohne sich sklavisch an die Vorlage zu halten, fängt er die Freuden und Leiden des Jungseins mit grosser Sensibilität ein.
Chbosky wirft einen nostalgisch-ironischen Blick zurück auf die frühen Neun­ziger – damals, als man seine Gefühle noch mit Mixtapes ausdrückte –, balanciert geschickt Humor und Drama, Teen-Roman­ze und Tragik, und er spricht neben typischen Teenager­interessen wie Musik, Sex und Drogen auch ernstere Themen wie Homophobie, Suizid oder Kindsmissbrauch an. Beson­ders dank des grossartigen Haupt­darstel­lers Logan Lerman trifft der Film mitten ins Herz, das sich in dieser Form bestimmt nicht nur Jugendliche gerne brechen lassen.
Petra Schrackmann
Buch&Maus 4/2012, S. 33

115 Einträge 56 - 65

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