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Cyberanthropology

Autor/in:
Alexander Knorr 
Übersetzung:
 
Verlag:
Hammer 
Publiziert:
2011 
ISBN:
978-3-7795-0359-0- 
Seiten:
189 S. 
Schlagwörter:
Alltag | Technik | Computer 

Rezension

Wie gehen Menschen mit neuen technischen Entwicklungen um? Werden die­se als Bedrohung erlebt und abgelehnt? Wie werden sie allenfalls akzeptiert und in den Alltag aufgenommen? Entstehen dadurch neue Formen sozialer Interaktion? Alexander Knorr ist Ethnologe und geht diesen Fragen nach. Dabei verknüpft er die Lehre vom Menschen (Anthropologie) mit dem altgriechischen Präfix «cyber» (das soviel heisst wie «navigieren, steuern»). «Cyber» wird in einem Mitte des letzten Jahrhunderts veröffentlichten Buch über Kyber­netik (die Steuerung und Regelung von Maschinen) im Zusammenhang mit Infor­matik und Compu­ter benutzt.
Der Autor zeigt, wie der heutige Alltag und unsere Vorstellungen geprägt sind von den Grundsätzen der Kybernetik. Beim Lesen erkennen wir, wie wir Teil haben an uns oft unbewussten – und trotzdem unser Denken und Handeln beeinflussenden – Entwicklungen. Ausführlich beschreibt Knorr auch die Kommunikationsformen übers Internet und deren Einfluss auf die sozialen Kontakte. So erfahren wir, wie die TeilnehmerInnen einer Moddergemeinde, welche nur übers Internet kommuniziert, den Wunsch verspüren, sich auch persönlich kennenzulernen – und schliesslich auch heiraten. Oder er beschreibt, wie sich die Inuit von Igloolik dem Einfluss der GPS-Navi­gation stellen und diese neue Technologie mit ihren alten, überlieferten Orientie­rungs­methoden kombinieren.
Auch wenn das Lesen eher überdurchschnittliche Sprachkompetenz erfordert, bietet Knorrs Sachbuch für interessierte Ju­gend­liche und Erwachsene anregenden Lese- und Diskussionsstoff.
Boris Uehlinger, Buch & Maus Heft 1/2012, S. 36

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