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Nichts und wieder nichts. Anlässe um miteinander über NICHTS nachzudenken.

Autor/in:
Antje Damm 
Übersetzung:
 
Verlag:
Moritz 
Publiziert:
2009 
ISBN:
3-89565-211-3 
Seiten:
32 S. 
Schlagwörter:
Philosophie | Fragen 

Rezension

Die Illustratorin und Autorin Antje Damm hat viele Fragen an ihre und unsere Welt. An dieser Auseinandersetzung lässt sie uns in Buchform teilhaben. Sie hat eine ganz persönliche Form gefunden, aus Alltag und Geschichte Bilder zu sammeln, eigene zu malen und mit Fotos zu kombinieren. Diese visuellen Impulse ergänzt oder kontrastiert sie mit Zitaten von Berühmtheiten oder mit einfachen Kindersätzen.
Auf der ersten Doppelseite konstatiert Damm ganz lapidar: “Über vieles wissen wir nichts”, kombiniert mit einer Illustration mit Blick ins Weltall. Dann geht es über eine wirklich teuflische Frage weiter (die wird hier nicht verraten!) zur Überlegung, ob in einem leeren Glas wirklich nichts ist. Da kommt man als BetrachterIn ganz schön ins Grübeln. Wunderbare Kinderaussagen wie “Das Nichts ist in unserem Kühlschrank, wenn keiner eingekauft hat.” Nachdenklich machen Bezüge, wie “manche haben nichts...”, dazu ein auf blossem Boden schlafendes, verwahrlostes Kind, “...oder stehen plötzlich vor dem Nichts”, ergänzt mit dem Foto eines Mannes vor einer zerstörten Hütte.
Das Spektrum ist breit, doch immer überraschend (bis hin zu John Cages stummem Musikstück “4’33”). Zuweilen sind die Ideen unbändig witzig, dann wieder aufrüttelnd, viele sind um die Ecke gedacht oder öffnen den BetrachterInnen die Augen für sehr grundsätzliche Fragen. Damm fabuliert auf ihren Text-Bild-Doppelseiten mit einer ansteckenden Lust, so dass die eigene Auseinandersetzung mit Nichts sich nahtlos fortsetzt. Seit diesem Buch ist wirklich nichts mehr vor Fragen sicher.
Barbara Jakob

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