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Hauptsache es wird kein Hund

Autor/in:
Katja Kamm (Illustration) | Martin Baltscheit (Text) 
Übersetzung:
 
Verlag:
Bajazzo 
Publiziert:
2007 
ISBN:
978-3-907588-86-4 
Seiten:
40 S. 
Schlagwörter:
Geschwister | Humor | Familie | Mutter und Kind 

Rezension

Warum ein Geschwisterchen bekommen? Die Ich-Erzählerin findet das völlig überflüssig. Schliesslich haben die Eltern ja sie – und das reicht. Und dann werweisen erst noch alle, was es werden wird. “Gesund” soll das Kind werden, sagt Mama. Und Papa meint: “Hauptsache, es wird kein Hund!” Ein Hund fände das Mädchen aber ganz in Ordnung, mit dem könnte man rumtollen. Oder eine Katze? Aber da gibt es immer mehrere Junge aufs Mal, und das würde eng im Bett der Erzählerin. Vielleicht wäre ein Riesenpapagei besser oder ein Faultier oder ein Pferd oder ein Krokodil? Für alle Tiere gibt es Gründe dafür und dagegen. Würde die Mutter zum Beispiel einen Drachen gebären, müssten sie keine Angst mehr haben von Einbrechern, aber Feuer speien ist gefährlich. Als es dann so weit ist, spielt die Ich-Erzählerin noch einmal alle Varianten durch, und wünscht sich ... ein Mädchen.
Katja Kamm setzt Martin Baltscheits Geschichte um die Ängste eines Kindes vor den Veränderungen, die ein Geschwister mit sich bringen wird, schwungvoll und bunt in Szene. Jedes Tier bekommt eine Doppelseite und einen eigenen farbigen Hintergrund. Das Pferd fährt die Erzählerin auf einer Harley Davidson in die Schule. Das Krokodil – es trägt einen schicken Bikini mit Blumenmuster – hat alles Wasser aus dem Schwimmbad verspritzt und die anderen Kinder vertrieben, damit es mit dem Mädchen Wasserball spielen kann. Das Drachenbaby, mit Löckchen auf dem Kopf, spielt mit Bauklötzen, im Hintergrund stehen riesige Feuerlöscher bereit – auch kleine Drachen können Unfug treiben. Die flächigen, karrikierenden Illustrationen spielen gekonnt mit dem Geschichtenrahmen. Ja, und was wird es denn wirlich? Kinder, die genau schauen, werden es erahnen. Zum Vorlesen ab vier Jahren.
Christine Tresch

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