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Mama Muh und die Krähe - Spiele in Eis und Schnee

Autor/in:
Jujja Wieslander | Sven Nordqvist 
Übersetzung:
 
Verlag:
Oetinger 
Publiziert:
2005 
ISBN:
3789180394 
Seiten:
CD-ROM 
Schlagwörter:
Spielgeschichte 

Rezension

Die zweite CD-ROM mit Mama Muh und der Krähe knüpft in der sorgfältigen Ausführung an ihre Vorgängerin an und wartet mit originellen Winterspielen auf. Die Kuh mit den verrückten Ideen ist aus dem dunklen Stall ausgerissen und vergnügt sich mit ihrer Freundin beim Eisangeln oder tanzt mit Ballettröckchen und auf Schlittschuhen elegant übers Eis. Die einfache Navigation erweitert den verschneiten Bauernhof um neue Schauplätze. Bewegt man den Mauszeiger zum rechten oder linken Bildrand, schwenkt der Panoramablick in die umliegende Landschaft und führt zu weiteren Spielorten. Hübsches Detail: Wenn die beiden Figuren nicht im Bild auftauchen, sind auch die Dialoge nur aus der Entfernung zu vernehmen.
Kuh und Krähe liefern sich eine lustige Schneeballschlacht, halten ein rasantes Schlittenrennen ab oder messen sich mit gefrorenen Kuhfladen im Eisstockschiessen. Als Spielgewinne winken unter anderem Raketenteile, mit denen man am nächtlichen Himmmel ein wundervolles Feuerwerk veranstalten kann.
Erfreulich sind bei dieser gelungenen Fortsetzung die narrativen Beigaben. Ein längeres Intro führt bereits mit stimmungsvollen Bildern und einer Erzählung in die kalte Jahreszeit ein, und später bei der Suche nach Puzzleteilen im Stall und auf dem Heuboden wird man für jedes der vier zusammengesetzten Bilder mit einer Hörgeschichte belohnt.
Um die zweite Folge erheblich günstiger anzubieten, hat der Verlag diesmal auf ein Booklet verzichtet. Leider sind auch die Informationen in der Hilfe-Datei knapp ausgefallen und verzichten auf Spielbeschreibungen oder Lösungstipps. Kinder kommen zwar in der Regel mit den Spielen gut zurecht, aber für Eltern oder Lehrpersonen können Übersicht und Erläuterungen der Spielaufgaben sehr hilfreich sein.
Dass die Einträge auf verschiedenen Highscorelisten sich nicht mehr individuell anpassen lassen, erweist sich beim Spielen in der Gruppe ebenfalls als kleiner Nachteil. So erscheint auf der Tafel jeweils automatisch der Name, mit dem man sich eingeloggt hat, während bei der ersten Spielgeschichte jedes Kind seinen Punktestand noch persönlich signieren und so besser mit anderen wetteifern konnte. Vorteilhaft wirkt sich hingegen der Verzicht auf die schrittweise Freischaltung unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade aus. Beim Hindernisrennen mit dem Fahrrad (das in leicht veränderter Form nochmals von der ersten CD-ROM übernommen wurde) sowie in anderen Spielen stehen von Anfang an alle Variationen zur Verfügung. Der Multiplayer-Modus muss also nicht erst durch Bewältigung mehrerer Spiellevels verdient werden.
Daniel Ammann

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