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Der kleine Medicus

Autor/in:
 
Übersetzung:
 
Verlag:
Cornelsen Software 
Publiziert:
2006 
ISBN:
978-3-464-90012-3 
Seiten:
CD-ROM 
Schlagwörter:
Medizin | Körper | Wissensquiz 

Rezension

In einer Mischung aus Science-Fiction-Abenteuer und Krimi erzählt der Arzt Dietrich Grönemeyer in seinem Sachbuchroman «Der kleine Medicus» (Rowohlt 2005) die Geschichte des zwölfjährigen Nanolino, der als winziger «Korponaut» eine Reise durch den Körper erlebt (vgl. «Buch & Maus» 1/2006, S. 18–19). Die gleichnamige Multimedia-CD-ROM für Kinder ab neun Jahren adaptiert die Handlung für einmal nicht als Spielgeschichte, sondern präsentiert sich als rasantes Wissensquiz mit einem umfangreichen interaktiven Nachschlageteil.
Wie in einer richtigen Fernsehshow müssen im Spielmodus Fragen rund um den menschlichen Körper und aus der ganzheitlichen Medizin in Echtzeit beantwortet werden. Micro Minitec, die Assistentin von Professor X aus dem Roman, führt quasselnd durchs Programm, erklärt das Vorgehen und prüft das Wissen der Quizteilnehmer mit unterschiedlichen Fragetypen. Beim «Belastungs-EKG» beispielsweise müssen während 60 Sekunden so viele Fragen wie möglich beantwortet werden, beim «Sehtest» gilt es ein unscharfes Bild zu erkennen, oder man spielt auf Risiko und darf den Spieleinsatz selbst bestimmen.
Im interaktiven Lexikon werden auf 184 Bildschirmseiten Krankheiten und Behandlungsmethoden, menschliche Anatomie und medizinische Technik verständlich erklärt und teilweise mit animierten 3-D-Grafiken illustriert. Die Rubrik Wissenswertes informiert über Ernährung, Bewegung oder das richtige Verhalten bei einem Notfall, und in Grossmutters Rezepten findet man Tipps für die Zubereitung von Tees oder zur Anwendung von Heil- und Duftölen. In zahlreichen Videoeinspielungen meldet sich Prof. Grönemeyer zudem selber zu Wort und äussert sich zu Themen wie Akupunktur, Bauchweh, Fieber, Hypnose, Rauchen, seelisches Ungleichgewicht oder Kernspin- und Computertomografie. Dank alphabetischem Index, der Möglichkeit zu blättern und einer Suchfunktion eignet sich die Wissensebene hervorragend zum Stöbern und bereitet die neugierigen Spielerinnen und Spieler aufs Quiz vor.
Hier können die Kandidaten sogar zu zweit gegeneinander antreten, sei es am gleichen Computer oder über vernetzte Geräte. Der oder die Schnellere reserviert sich zuerst die Frage und hat dann zehn Sekunden Zeit, die richtige Antwort einzugeben. Liegt man allerdings falsch, werden wertvolle Punkte abgezogen und die Frage geht automatisch an den Gegner. Wie es sich für ein interaktives Quiz gehört, können natürlich auch Joker eingesetzt werden. So lässt der Minus-1-Joker zum Beispiel eine der falschen Antworten verschwinden und der Recherche-Joker räumt einem eine Minute Zeit ein, um in der Wissensebene nach der Lösung zu suchen.
Da stets auf Zeit gespielt wird, müssen die Prüflinge blitzschnell reagieren und durch Eingabe der entsprechenden Zahl die zutreffende Antwort wählen. Eine Spielübersicht zeigt anschliessend mit grafischen Balken an, wie erfolgreich man in den verschiedenen Themengebieten war. Hat man sich in allen Wissensbereichen bewährt, winkt am Ende ein Diplom zum Ausdrucken.
Daniel Ammann

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