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Vergangene Ausstellungen

Dig Drill Dump Fill Push Pull Empty Full - Bilderbücher und Kindermusik der 1970er

Museum Langenthal
29. August bis 10. November 2019
mit Büchern aus der SIKJM-Bibliothek

Die gesellschaftspolitischen Um- und Aufbrüche von 1968 prägten massgeblich auch die kinder- und jugendliterarische Landschaft. Davon zeugte eine ebenso spannende wie vielschichtige Sammlung von gut 100 Kinder- und Jugendbüchern, die in der insgesamt rund 60 000 Titel umfassenden Büchersammlung des SIKJM unter der vielsagenden Signatur «A 68» zu finden waren.

Neben dieser dezidiert politisch positionierten, oft sozialistisch orientierten antiautoritären Literatur ist die durch «68» ausgelöste Kinderliteraturreform in vielen weiteren Werken der Zeit greifbar: in Form von neuen Themen, Schreibweisen, Gattungen und ästhetischen Experimenten; besonders aber auch in Form von Versuchen, die Autonomie junger LeserInnen zu stärken und sie zu kritischem Hinterfragen und kreativer Neugier zu ermächtigen. Einige, auch schweizerische Beispiele dieser kinderliterarischen Bewegung greifte die kleine Auswahl auf.

Die Ausstellung zeigte neben dem Beitrag des SIKJM 500 Bilderbücher und Schallplatten zum Anschauen und Hören, einen Shop der Librairie La Dispersion mit aktuellen und historischen progressiven Bilderbüchern, Children's Book TV-Vorlesevideos, DJ-Mixes von Radio Minus und Sebastian Reier sowie Videoarbeiten von Thomas Julier, Tobias Madison, Jeff Preiss, Carissa Rodriguez, Hinrich Sachs und Simon Starling, Leslie Thornton und weiteren Kunstschaffenden.

In Zusammenarbeit mit dem SIKJM

 

so leben sie noch heute
200 Jahre “Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm

Museum Strauhof
13. März bis 9. Juni 2013

In Zusammenarbeit mit dem SIKJM

Als Jacob und Wilhelm Grimm die ersten Exemplare ihrer im Dezember 1812 veröffentlichten “Kinder- und Hausmärchen“ in den Händen hielten, war deren Welterfolg in den seither 200 Jahren nicht absehbar. Erst als eine 1823 publizierte Auswahl daraus in englischer Sprache auf Anhieb grossen Erfolg hatte und die Brüder Grimm darauf 1825 ebenfalls eine “Kleine Ausgabe“ publizierten, fanden die “Kinder- und Hausmärchen“ auch im deutschen Sprachraum zunehmende Verbreitung.

Zum wachsenden Erfolg trug bei, dass die Brüder Grimm die Texte von Ausgabe zu Ausgabe bearbeiteten, wobei sie versuchten, einen einheitlichen Märchenton zu treffen. Illustrationen verhalfen zu weiterer Popularität, und in der Mitte des 19. Jahrhunderts hatten sich die “Kinder- und Hausmärchen“ in ganz Europa durchgesetzt. Im 20. und 21. Jahrhundert schliesslich bediente sich die Traumwelt des Kinos in der Schatzkiste der Märchen. So leben die “Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm auch heute noch.

Die Ausstellung rekonstruierte den Werdegang der “Kinder- und Hausmärchen“ und dokumentierte ihre Rezeption. Vor allem aber zeigte sie ihre Wandlungsfähigkeit, die sie auch in den neuesten Medien überleben lässt.

Die Ausstellung wurde von über 6000 Personen besucht.

 

Bücher riechen gut
Auf den Spuren von Bettina Hürlimann

Schloss Caputh
Caputh / Schwielowsee (bei Potsdam)
28. September bis 26. Oktober 2013

Kinderbücher begleiteten ihr Leben. Sie war Verlegerin, Autorin, Übersetzerin, Expertin und Sammlerin von Kinderliteratur aus aller Welt. Im Schloss Caputh - ganz in der Nähe ihres früheren Sommerhäuschens - werden Raritäten und Schätze ihrer umfangreichen Sammlung ausgestellt. Dokumentiert werden auch ihre Kinder- und Jugendjahre, die sie als Tochter von Irmgard und Gustav Kiepenheuer in Potsdam verbrachte. Ein vielfältiges Begleitprogramm lädt große und kleine Besucher mit Lesungen, Illustrationsworkshops, Theaterspiel und Erzählstunden ein, den Spuren der Bücherfrau Bettina Hürlimann zu folgen.

Eine Kooperation des Offenen Kunstvereins e.V. Potsdam Land Brandenburg, des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien SIKJM und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten.

Ausstellungs-Website "Bücher riechen gut"

Flyer zur Ausstellung