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Feo und die Wölfe

Autor/in:
Katherine Rundell 
Übersetzung:
Aus dem Englischen von Henning Ahrens. 
Verlag:
Carlsen 
Publiziert:
2017 
ISBN:
-978-3-551-55686-8- 
Seiten:
240 
Schlagwörter:
Mädchen, mutige | Natur | Wölfe | Russland | Tierschutz 

Rezension

Feo und ihre Mutter sind Wildwolfer. Seit Generationen wildert ihre Familie Wölfe aus. Tiere, die sich der russische Adel eine Weile als ausgefallene Haustiere hielt – bis diese zu gross, zu wild, eben doch zu sehr Wolf wurden.
Feo liebt das einfache, naturverbun­dene Leben in der kleinen Hütte im Wald. Ihre Mutter und die Wölfe, das ist alles, was sie braucht. «Kennst Du das Gefühl, ein Feuer zu haben, wenn es draussen regnet? Und Wölfe, die deine Hände ablecken und versuchen, den Teppich zu fressen? Das nennt man Glück [...].»
Doch Feos Glück ist bedroht. Dem Lieblingsoffizier des russischen Zaren, General Rankow, sind das unerschrockene Wolfsmädchen und ihre Mutter ein Dorn im Auge. Mit Soldaten überfällt er nachts die Hütte, brennt sie nieder und verschleppt Feos Mutter ins Gefängnis nach St. Petersburg. Dort soll ihr in einer Woche der Prozess gemacht werden, weil sie sich geweigert hat, ihre Wölfe zu töten. Feo kann in den Wald flüchten.
Katherine Rundell versetzt ihre Leser­Innen in das Russland der Zarenzeit zurück. Auch sprachlich gelingt ihr dieser Sprung sehr gut. Mit einer starken Mädchenfigur im Mittelpunkt, die die Kinder des Dorfes hinter sich vereint, steht «Feo und die Wölfe» zudem ganz in der Tradition von Klassikern wie «Die Rote Zora» oder «Emil und die Detektive».
Auf dem Weg nach St. Petersburg muss Feo allerlei Gefahren, eisiger Kälte und Schneestürmen trotzen – und eine Wölfin begraben, die von General Rakows Schüssen tödlich getroffen wird. Sie findet aber auch Freunde, mit deren Hilfe die Befreiung der Mutter gelingt.
Ein spannender Schmöker, wie gemacht für einen kuscheligen Abend auf der Couch bei Schnee und Eis. Schade nur, dass auf Innenillustrationen verzichtet wurde. Zeich­­nungen im Stile des tollen Covers hätten dem Titel noch das gewisse Extra verliehen.

Andrea Duphorn
Buch&Maus 3/17, S. 32

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