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Olivia ist doch keine Prinzessin!

Autor/in:
Ian Falconer 
Übersetzung:
Aus dem Englischen von Monika Osberghaus. 
Verlag:
Oetinger 
Publiziert:
2014 
ISBN:
3-7891-6529-8 
Seiten:
38 
Schlagwörter:
Geschlechterrollen | Mädchen, starke 

Rezension

Endlich – eine neue Olivia! Diesmal präsentiert sich das eigenwillige Schwei­ne­mädchen in mint und pink. Ganz ungewöhnliche Farben für den amerikani­schen Bühnen- und Kostümbildner Ian Falconer, der Dr. Seuss-Fan ist, Madeline und Eloise liebt und dessen Bilderbuchfigur in den USA schon lange Kult ist. Das siebte Bilderbuch erscheint – wie immer in der Übersetzung von Monika Osberghaus – nun auch auf Deutsch.
Warum will eigentlich jedes Mädchen immer nur Prinzessin sein? Unerträglich findet Olivia das, und macht sich völlig deprimiert auf die Suche danach, was sie wirklich sein will – indem sie ganz verschiedene Kostüme und Rollen fürs Leben ausprobiert. Die Pointe sitzt, so wie auch die ganze Geschichte dramaturgisch perfekt daherkommt. Inspiriert durch seine damals dreijährige Nichte kam Falconer auf die originelle Hauptfigur. Zunächst entstanden die Bilder, und die funktio­nieren dank Olivias ausdrucksstarker Mimik und Gestik auch ohne den Text. Das zeigt sich schon auf dem umwerfenden Cover: Wie kritisch Olivia in den rosafarbenen Handspiegel blickt – einfach herrlich! Das Feenprinzessinnen-Outfit behagt ihr augenscheinlich überhaupt nicht.
Stets finden sich Zitate aus Kunst und Kultur – hier von Martha Graham, die mit ihrem Tanz «Lamentation» Inspiration für die Bildfolge ist, in der Olivia ihren «ganz eigenen, coolen Stil» finden will. Auf www.oliviathepiglet.com kann man alles rund um Olivia sehen und erfahren, und wen wundert es: Sogar einen eigenen Fanclub hat sie.

Antje Ehmann
Buch&Maus 1/14, S. 28

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