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Neuerfindungen des Buchmediums in der 'Kinderliteratur'

Poetik des Materiellen. Neuerfindungen des Buchmediums in der 'Kinderliteratur'

'Kinderliteratur' wurde und wird häufig in Anspruch genommen, um über den elementaren Umgang mit dem Medium Buch zu reflektieren bzw. um dieses Medium und die daran geknüpften Praktiken sogar von Grund auf zu modifizieren. In ihrer konkreten Auseinandersetzung mit dem Buchmedium wirft 'Kinderliteratur' weitreichende Problemstellungen auf. Diese sind nur im Rückgriff auf die jüngere medien- und materialitätstheoretische Debatte zu klären.

Im Fokus des Projekts stehen Texte, die vier signifikante Zeiträume der europäischen Mediengeschichte abdecken: von Hans Christian Andersen, Lewis Carroll, Elsa Beskow und Tove Jansson.

Materielle Buchgestaltung vs. Poetologie

Das Projekt geht der Wechselrelation zwischen der materiellen Buchgestaltung und dem weiten Feld medientheoretischer und poetologischer Fragen nach, welche die Texte selbst, aber auch ihre diversen medialen Umsetzungen hinsichtlich ihrer materiellen Konstitution entfalten. Da sich alle Projekte mit Autorschaften auseinandersetzen, die eine weite - zum Teil sogar globale - Verbreitung fanden, wird auch auf die Frage eingegangen, ob und wie sich das Wechselverhältnis zwischen materieller Buchgestaltung und Poetologie im Prozess der Transmission verändert.

Projektziele

Ziel des Projekts ist es, ein neues Verständnis der untersuchten Materialien - vor allem Texte, Bücher und Filme - zu liefern. Entscheidend dabei ist der Anspruch, durch die Untersuchung der spezifischen Materialität der Medien zu grundlegenderen methodisch-theoretischen Überlegungen vorzudringen.

Das Projekt ist mit der Hoffnung verbunden, dass die Materialitätsdebatte in den Literaturwissenschaften um eine ungewohnte Perspektive erweitert werden kann. Zudem sollen die Untersuchungsergebnisse allgemeine, gesellschaftlich relevante Rückschlüsse über Praktiken des Lesens und des Leseerwerbs zulassen.

Weitere Informationen

Beginn der Förderung

1. Februar 2014

Projektleitung

Prof. Dr. Klaus Müller-Wille und Prof. Dr. Ingrid Tomkowiak

Projektmitarbeiterinnen

Petra Bäni, MA
lic. phil. Kathrin Hubli
lic. phil. Christine Lötscher