
Balaban Neumann, der Hund
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| Autor/in: |
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Sheila Och | Sabine Wiemers (Illustration) |
| Übersetzung: |
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Unter Mitarbeit von Miroslav Novak. |
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| Verlag: |
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Sauerländer |
| Publiziert: |
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1999 |
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| Preis: |
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CHF 18.80 |
| ISBN: |
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3-7941-4556-9 |
| Seiten: |
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80 S. |
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| Schlagwörter: |
Humor | Trauer und Neubeginn | Tod | Einsamkeit | Familiensolidarität |
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| Rezension |
Sheila Ochs Bücher faszinieren durch die Leichtigkeit des Schreibens. Bisher beeindruckte sie vor allem mit aussergewöhnlichen Jugendbüchern, die mehrfach und mit höchsten Ehren ausgezeichnet wurden. Mit ihrem neuen Buch, das vielleicht ihr witzigstes und hintergründigstes ist und das nicht nur Hundefans begeistern wird, wendet sie sich zum ersten Mal an jüngere LeserInnen ab acht Jahren.
Familie Neumann ist sehr traurig, weil Opas Stuhl am gemeinsamen Tisch für immer leer bleiben wird. Die Jüngste der Familie meint, dass ein Hund Leere und Trauer mildern könne. Bedenken werden beiseite gewischt, und die Familie holt sich einen mittelgrossen schwarzen verwaisten Hund aus dem Tierheim. Nur der Ich-Erzähler erkennt die Andersartigkeit dieses Hundes, der zu grinsen scheint. Balaban entpuppt sich als ein Wesen, das alles und jeden auf den Kopf stellt und der Familie viel Kummer macht – sie aber auch zum Lachen bringt. Umso grösser ist das Entsetzen, als er verschwindet. Aber Balaban hiesse nicht Balaban, wenn er nicht einen besonderen Grund dafür hätte ...
Das Thema «Verlust und Tod» wird hier tiefsinnig, lebensnah und gleichzeitig humorvoll bearbeitet. Ein Hund als Ersatz für den verstorbenen Opa, der durch sein Verhalten Trauer erträglich macht und der schliesslich gekonnt für einen Ersatzopa sorgt, zeigt, wie geschickt die Autorin Ernst und Humor ineinander verwebt. Sheila Och plädiert in diesem Buch für ein Miteinander von Mensch und Tier; ein gutes Rezept, um Einsamkeit zu bekämpfen. So ganz nebenbei verrät sie auch eine Menge Wissen über das Verhalten von Hunden. Die Erzählung wird kongenial von Sabine Wiemers Schwarz-Weiss-Illustrationen unterstützt. Balaban wirkt ausgesprochen frech und selbstbewusst und lädt doch zum Knuddeln ein. (Jugendliteratur)
Ursula Mich |
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