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12 Dinge, die ich noch erledigen muss, bevor die Welt untergeht

 

Autor/in: Bjørn Sortland
Übersetzung:   Aus dem Norwegischen von Maike Dörries.
Verlag:   Oetinger
Publiziert:     2003
Preis:   CHF 17.50
ISBN:   3-7891-4720-6
Seiten:   142 S.

Schlagwörter:   Liebe, erste | Behinderung | Schwestern | Scheidung

Rezension
1. Ehrlich sagen, was man will und denkt. – 4. Einen Liebsten suchen. – 9. Ein berühmtes Kunstwerk ansehen. – 12. Versuchen, ein bisschen netter zu Randi-Irene zu sein.
Eigentlich fand die dreizehnjährige Therese das Leben bisher ganz in Ordnung. Nun aber wollen sich ihre Eltern scheiden lassen, und sie sehnt sich nach dem ersten Kuss von Jan, dem zugezogenen Pastorensohn. Natürlich ist auch die behinderte grosse Schwester Randi-Irene immer zugegen; und das erfundene Referat über den Weltuntergang – durch welches sie Jans helfende Nähe gewinnen wollte – führt sie immer weiter in grundsätzliche philosophische und religiöse Lebensfragen. Da ist eine Liste mit “12 Dingen, die zu erledigen sind, bevor die Welt untergeht” allemal hilfreich! Mit ihrer Wochenendreise nach Rom, zusammen mit Jan und Randi-Irene, können einige der Punkte auf der Liste abgehakt werden – andere bleiben offen.
Der norwegische Autor Bjørn Sortland versteht es meisterhaft, die Probleme eines pubertierenden Mädchens und seine Auseinandersetzung mit essenziellen Fragen ernsthaft und zugleich heiter darzustellen. Dass er es vermeidet, eindeutige Antworten zu geben, ist ein weiteres Plus des Romans, ebenso wie der Schluss, der zwar ein Happyend andeutet, aber dennoch nicht alle offenen Fragen klärt. Dies scheint ein Trend und Merkmal vieler aktueller Kinder- und Jugendbücher zu sein.
Besonders ansprechend und lesefreundlich sind die kurzen, szenischen Kapitel, die vielen Dialoge und gelungenen Alltagsszenen, die klaren, nachvollziehbaren Überlegungen der Ich-Erzählerin und das Neugier weckende Titelbild. Aktuell und rundum gelungen!
BEATRIX OCHSENBEIN