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Abschied vom roten Haus

 

Autor/in: Marjaleena Lembcke
Übersetzung:  
Verlag:   Nagel & Kimche
Publiziert:     2000
Preis:   CHF 22.80
ISBN:   3-312-00906-5
Seiten:   153 S.

Schlagwörter:   Mütter und Töchter | Trauer und Neubeginn | Liebe, erste | Familienformen

Rezension
Leena ist achtzehn Jahre alt, hat fünf jüngere Geschwister und einen grossen Bruder, der auswärts studiert. Zuhause müssen alle mithelfen, denn Geld ist immer knapp. Manchmal geht Leena ihre Familie ganz schön auf den Wecker, vor allem ärgert sie sich über ihre Mutter, die sich nicht um den Volksmund kümmert und tut und lässt, was ihr gefällt. Und dann ist da noch der langweilige Mikko, der ihr vor der ganzen Familie gesteht, dass er sie gern hat. Alles in allem der ganz normale Alltag in einer finnischen Grossfamilie nach dem Krieg. So hat ihn Marjaleena Lembcke schon in früheren Leena-Büchern beschrieben («Mein finnischer Grossvater», «Als die Steine noch Vögel waren», «Und dahinter das Meer»). Aber «Abschied vom roten Haus» setzt einer behüteten Zeit ein hartes Ende. Leenas Eltern werden bei einem Autounfall schwer verletzt. Nach ihrer Rückkehr aus dem Krankenhaus ist nichts mehr so wie früher. Vater und Mutter streiten sich ständig. Mutter fühlt sich fremd und müde. Eines Tages läuft sie vor einen Zug. – Marjaleena Lembcke lässt Leena von ihrem Abschied von der Mutter und vom Herauswachsen aus einer geborgenen Kindheit erzählen. Sie tut dies in einer einfachen Sprache und mit gutem Gespür für die Gefühle einer Jugendlichen, die sich selber finden muss. Auch was es heisst, füreinander zu schauen, erfährt man in diesem schnörkellosen Entwicklungsroman.
Christine Tresch


Ein Buchtipp aus "abheben. Empfehlenswerte Kinder- und Jugendbücher", herausgegeben vom Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich, der Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Basel-Landschaft und dem Schweizerischen Institut für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM).