
Adieu, Herr Muffin
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| Autor/in: |
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Ulf Nilsson | Anna-Clara Tidholm (Illustration) |
| Übersetzung: |
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Aus dem Schwedischen von Ole Könnecke. |
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| Verlag: |
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Moritz |
| Publiziert: |
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2003 |
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| Preis: |
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CHF 22.50 |
| ISBN: |
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3-89565-148-6 |
| Seiten: |
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unpag. |
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| Schlagwörter: |
Trauer und Neubeginn | Freundschaft |
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| Rezension |
Erstmalig in einem Bilderbuch wird in “Adieu, Herr Muffin” Sterben aus der Sicht des Sterbenden gezeigt. Herr Muffin ist ein sieben Jahre altes Meerschweinchen, das zufrieden auf sein Leben blickt: “3-mal am Tag gestreichelt worden. Das ergibt 7665-mal in meinem Leben. 728 ganze Gurken im Leben. 2555 Arm voll Gras, Heu und Pusteblumen. Und dann und wann Post im Briefkasten.” Das alles hat er von seiner kleinen, namenlosen Besitzerin erhalten, die in den Briefen ihre Sorgen um Herrn Muffin ausdrückt, ihm Trost spendet – und damit sich selbst, wenn sie über den eigenen Tod nachdenkt: “Ich glaube, entweder ruht man sich nur aus und davor muss man keine Angst haben. Oder man kommt in den Himmel und alles wird gut.” Ob Herr Muffin das lesen kann, bleibt offen – er isst die Briefe auf, das Papier verweht als weisse Flocken. Denn trotz seiner Gedanken zum Leben bleibt er ein Meerschweinchen, ist nicht weiter vermenschlicht. Er lebt in einem Papphäuschen, die Tierärztin kommt, und als er gestorben ist, wird er in “einer Ecke des Gartens” vergraben. So wie Kinder das eben machen. Und wie Kinder sich in der grössten Trauer oft in Fantasiewelten retten, so stellt sich die Besitzerin eine landesweite Trauergesellschaft vor. Der Tod ist hier das Natürliche und dennoch Traurige, für das aber Trost besteht.
BRUNO BLUME |
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| Rezension |
Das Meerschweinchen Herr Muffin ist sehr alt. Seine Besitzerin taucht nur kurz im Bild auf, bleibt namenlos (könnte also auch ein Junge mit langen Haaren sein). Sie erscheint aber in den Briefen, die sie ihrem geliebten Herr Muffin schreibt. Ob er sie lesen kann, bleibt offen – er isst sie auf. Tröstend sind die Gedanken über den Tod und das Danach so oder so: "Ich glaube, entweder ruht man sich nur aus und davor muss man keine Angst haben. Oder man kommt in den Himmel und alles wird gut." Derweil denkt der alte Herr Muffin zufrieden über sein Leben nach. Er hatte Familie, immer genug Futter und Zuwendung sowie ab und zu ein bisschen Abenteuer. Aber jetzt ist er krank, hat Schmerzen. Schliesslich stirbt er .
Bisher einmalig im Bilderbuch wird der Tod aus der Sicht des Sterbenden geschildert. Und auch über den Tod hinaus bleibt das Geschehen ganz an Herrn Muffin dran: Die imaginierte landesweite Trauer, das Abschiednehmen, die Beerdigung im Garten – wie wir das früher auch mit Meerschweinchen und Vögeln gemacht haben. So kann das ganze auch als reine Imagination des Mädchens gelesen werden: Nach dem Tod stellt es sich vor, wie gut es ihrem Meerschweinchen ging und dass es ihm auch jetzt noch gut geht. Das ist glaubhaft, sensibel und ungemein tröstlich.
BRUNO BLUME |
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Ein Buchtipp aus "weiterfliegen. Empfehlenswerte Kinder- und Jugendbücher", einem Projekt
der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich
(ehemals Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich)
und des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM). |
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