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Auf dem Weg zur Schule

 

Autor/in: Kolet Janssen | Nina Spranger (Illustration)
Übersetzung:   Aus dem Niederländischen von Anna Blankenburg.
Verlag:   Anrich
Publiziert:     2003
Preis:   CHF 18.30
ISBN:   3-89106-430-6
Seiten:   82 S.

Schlagwörter:   Abenteuer | Schule | Alltag | Selbstständigkeit | Geschwister

Rezension
Es ist Winter. Marniks Mutter fühlt sich nicht gut und bleibt bei Baby Jana zu Hause. Zum ersten Mal macht sich Marnik allein auf den Schulweg – ein aussergewöhnliches Abenteuer!
Zuerst rettet er Käpten Einauge die Katze, von einem Baum. Dann trifft er die Klassenkameradin Kinza, die für den Studenten Kobe den Fahrradschlüssel aus einem Loch fischt. Sie schenken einem obdachlosen Propheten ein Butterbrot, und Peppo, der Kaffeeverkäufer, darf rasch Zucker holen gehen; sie retten eine verletzte Taube und trösten ein Kindergartenkind. Obwohl Marnik und Kinza zu spät in die Schule kommen, werden sie unkompliziert in den Unterricht einbezogen. Wieder daheim, beruhigt Marnik seine Babyschwester nicht nur mit den Abenteuern des Hinwegs. Und am nächsten Tag will er wieder ohne Mamabegleitung zur Schule gehen!
Selten werden Kindersicht und –empfindungen so ohne stilistische Anbiederung oder ironische Erwachsenenoptik in eine spannende Handlung eingebunden. Natürlich darf Marnik nun nicht jeden Tag zu spät kommen, aber Fragen zur Nachhaltigkeit und zum Lernerfolg stellen sich schon. Was hat Marnik mit seinem verantwortungsbewussten Handeln auf dem Schulweg alles begriffen? Und was im Mathematikunterricht oder beim halbherzigen Erzählen über sein Dinosaurierhobby, dem er eigentlich entwachsen ist? Kinder werden sich rasch mit Marniks Erlebnissen und seiner Umgebung identifizieren, wenn sie die Abenteuer vorgelesen bekommen oder als Frühlesende bereits selber lesen. Der einfache Satzbau, die lesefreundliche Aufmachung und die hübschen Illustrationen helfen ihnen dabei.
BEATRIX OCHSENBEIN

Rezension
Der siebenjährige Marnik kennt seinen Schulweg genau, und doch ist heute alles neu. Zum ersten Mal geht er ohne seine Mutter, erst ganz allein und dann zusammen mit seiner Klassenkameradin Kinza. Der Weg wird zum Aktionsraum für zahlreiche Ereignisse und Begegnungen. In ruhigem Ton, gespickt mit vielen Dialogen erzählt die Autorin von den kleinen Abenteuern auf dem Schulweg: die Rettung einer in Not geratenen Katze gehört dazu genauso wie ein kurzer Aushilfsdienst beim Kaffeekiosk. Wieder zuhause freut sich Marnik sogar auf seine kleine Babyschwester, da er ihr nun jede Menge zu erzählen hat.
BARBARA JAKOB