
Als Otto das Herz zum ersten Mal brach
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| Autor/in: |
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Axel Schulss (Text) | Daniela Bunge (Illustration) |
| Übersetzung: |
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| Verlag: |
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Boje |
| Publiziert: |
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2009 |
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| Preis: |
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CHF 22.90 |
| ISBN: |
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978-3-414-82217-8 |
| Seiten: |
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| Schlagwörter: |
Liebe, erste | Tod | Erinnerung | Trauer und Neubeginn |
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| Rezension |
Als Otto erwacht, steht seine Mama am Bett und weint. Sie erzählt ihm, dass seine beste Freundin Annie tot ist, Annie stürzte am Vorabend die Kellertreppe hinunter. Das kann Otto nicht begreifen. Er will unbedingt in die Schule, sehen, ob Annie da ist. Mama kann ihn nicht zurückhalten. Erst auf dem Weg in die Schule wird ihm klar, was Mama erzählt hat. Jetzt mag Otto nicht mehr ins Schulhaus reingehen, er sucht stattdessen die Orte auf, die er mit Annie geteilt hat, denkt über Annie nach: Wie sie immer und immer wieder Geld in einen Automaten gesteckt haben, bis endlich der gleiche Ring rauskam, den Annie schon hatte. Wie sie heimlich geheiratet haben, mit Kerzenlicht und Käsekuchen. Wie sie Annie und ihre Mutter beistanden, als Annies Vater starb. Aber das zählt jetzt alles nicht mehr. Zu trösten vermag Otto, dass die KlassenkollegInnen am nächsten Tag nicht nur auf Annies Platz eine Rose hingelegt haben, sondern auch auf seinen. Und dass ihm Annies Mutter erzählt, Annie würde seinen Ring immer noch tragen. Und dass er weiss: „Ich bin Otto, der Mann von Annie, und ich bin Witwer.“
Der Autor Axel Schulss, er starb noch vor der Veröffentlichung dieses Buches mit 57 Jahren an Multipler Sklerose, bleibt ganz nah dran bei Otto und seinen Gedanken. Und er stellt ihm Erwachsene zur Seite, die ihre eigene Verzweiflung nicht verstecken und seine Gefühle respektieren. Daniela Bunges Zeichungen unterstützen den Text stimmungsvoll und lassen den LeserInnen viel Raum für eigene Interpretationen.
Christine Tresch |
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Ein Buchtipp aus "weiterfliegen. Empfehlenswerte Kinder- und Jugendbücher", einem Projekt
der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich
(ehemals Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich)
und des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM). |
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