
Auch die Götter lieben Fussball
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| Autor/in: |
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Heinz Janisch (Text) | Artem (Illustration) |
| Übersetzung: |
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| Verlag: |
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Bajazzo |
| Publiziert: |
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2008 |
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| Preis: |
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CHF 25.- |
| ISBN: |
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3-907588-93-2- |
| Seiten: |
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32 S. |
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| Schlagwörter: |
Mythologie | Fussball | Spiel |
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| Rezension |
“Die Fussballgötter waren nicht auf unserer Seite.” Wie mancher Trainer hat eine Niederlage schon so begründet und nicht gewusst, wie recht er mit dem Ausspruch hatte. Heinz Janisch und Artem erklären in “Auch die Götter lieben Fussball”, warum. Auch die Götter liebten das Spiel mit dem Ball. Der Gott der Umwege trat gegen die Göttin der Ungeduld an, der Gott des richtigen Augenblicks umdribbelte den Gott des Fluges und drang vors Tor vor. Die Regeln waren ein bisschen anders, als wir sie kennen – den Kräften der Götter angemessen wurde der Ball mal mit Wind und Sturm, mal mit gewaltigen Wasserwellen ins Tor getrieben. Doch eines gab es auch in der von Heinz Janisch erfundenen Mythologie bereits: Enttäuschung und Zorn über ein verlorenes Spiel. So trat der Gott der Götter den Ball eines Tages weit ins All hinaus. Als das Rund sich nur noch leise drehte, entstand Leben auf ihm, Pflanzen, Tiere wuchsen, Menschen tauchten auf und erfanden eines Tages, wie könnte es anders sein? – den Fussball. Ein grandioses Spiel, für das sich die Götter noch heute heimlich ins Publikum schleichen und mitjubeln.
Janischs Text wird von Artem flächig illustriert. Fussballbegeisterte Altphilologen (ja, es gibt sie) erkennen an Details und kleinen Attributen grinsend, welche griechischen Götter sich hinter den Namen verbergen, und ziehen so ihr eigenes Vergnügen aus dem Buch. Frauen jedoch kommen viel zu kurz – zwar erfindet ein Steinzeitmädchen mit einem Apfel die neue Sportart, doch sind es die Burschen, die ihn an sich reissen. Und Artem lässt Mutti den Boden wischen, während Vater und Sohn vorm Fernseher jubeln. Diese Details verleihen dem witzigen Bilderbuch einen Hauch von Rückständigkeit, der nicht nötig wäre.
Maren Bonacker |
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