
Ab ins Paradies
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| Autor/in: |
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Tobias Elsässer |
| Übersetzung: |
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| Verlag: |
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Sauerländer |
| Publiziert: |
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2007 |
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| Preis: |
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Fr. 23.50 |
| ISBN: |
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978-3-7941-8066-0 |
| Seiten: |
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144 S. |
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| Schlagwörter: |
Selbstfindung | Jungenrolle | Abschied und Neubeginn | Erwachsenwerden |
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| Rezension |
„Es gibt kein Unterrichtsfach, in dem man darauf vorbereitet wird, wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren.“ Als Tobias’ Grossvater an einem Herzinfarkt stirbt, haut das den 16-Jährigen im wahrsten Sinne des Wortes um: „Ich weiss nicht mehr genau, was ich dann getan habe (…) Ich weiss nur, dass mir plötzlich ungeheuer schlecht wurde. Mein Magen krampfte und noch ehe ich auf die Idee kam, das Klo anzusteuern, kotzte ich den kompletten Flur voll. (…) Mir wurde schwarz vor Augen und ich sank auf den Boden.“ Wenig später buddelt er die Urne mit den sterblichen Überresten seines geliebten Opas auf dem Friedhof wieder aus, um die Asche im Meer zu verstreuen. „Jeder Mensch hat es verdient, dass sein letzter Wille akzeptiert wird“, findet Tobias. Und Opa Wilhelm hat sich nun einmal gewünscht, dass seine Asche vor Sylt in die Nordsee gestreut werden soll, wo er einst seine grosse Vorkriegsliebe kennen gelernt hat. Tobias macht sich auf den Weg. Beim Trampen trifft er auf die 17-jährige Alice, die mit einem gestohlenen Auto, ohne Führerschein – und dem Vorsatz, sich das Leben zu nehmen, unterwegs ist.
Wilde Politiker-Tochter trifft braven Arbeitersohn. „Ab ins Paradies“, der zweite Roman von Tobias Elässer („Die Boygroup“), lebt auch von den Gegensätzen der beiden Hauptfiguren: Dem sanften und nachdenklichen, stark selbstreflektierenden Ich-Erzähler Tobias, der alles in Frage stellt. Und der unkonventionellen, spontanen, zuweilen auch recht aggressiven Alice, die fürchtet von ihren Eltern nicht wirklich geliebt zu werden.
„Ich glaube, dass jeder Mensch lernen muss, er selbst zu sein. Und dazu gehört auch, sein eigenes Ding zu machen. Selbst die Verantwortung zu übernehmen und nicht anderen die Schuld zu geben.“ Spannend und stimmungsvoll erzählt der Autor von zwei jungen, empfindsamen Menschen, ihren Ängsten, Zweifeln, Träumen und Hoffnungen – und einer ungewöhnlichen Reise an die Nordsee und irgendwie auch zu sich selbst. Dabei hat er für seinen jungen Ich-Erzähler eine sehr authentische Sprache gefunden, die jugendliche LeserInnen direkt anspricht und ein hohes Identifikationspotenzial besitzt.
Ein literarisches Roadmovie, das einfühlend und mit viel Humor vom Abschied nehmen und neu anfangen erzählt, vom füreinander da sein und lieben, vor allem aber von der Suche nach dem eigenen Weg, kurz: vom Erwachsenwerden.
Andrea Duphorn |
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Ein Buchtipp aus "weiterfliegen. Empfehlenswerte Kinder- und Jugendbücher", einem Projekt
der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich
(ehemals Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich)
und des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM). |
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