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Annika und die geheimnisvollen Freunde

 

Autor/in: Sabine Büchner (Illustration) | Annette Pehnt (Text)
Übersetzung:  
Verlag:   Carlsen
Publiziert:     2007
Preis:   Fr. 21.30
ISBN:   978-3-551-55497-0
Seiten:   108 S.

Schlagwörter:   Schwestern | Alltag | Zaubern

Rezension
Sechs „Freunde“ sind es, die Annika im Laufe etwa eines Jahres besuchen. Sechs kleine Wichtel; und alle kommen unerwartet zu ihr und verhelfen ihr zu Erlebnissen, Einsichten und Erfahrungen, die ihr der etwas biedere Familienalltag nicht ermöglichen würde, der von der kleinen Schwester dominiert wird. Vom Gartenfreund etwa kann sich Annika eine Lieblingspflanze wünschen, die alles hat, was sie schön findet. Mit dem Fliegefreund steigt sie in die Lüfte und beschaut sich ihre Umgebung von oben an. Der Farbenfreund macht ihr Gewöhnliches bunt und besonders und der Nachtfreund schliesslich lässt sie die Welt, die sie zu kennen meint, besser verstehen – denn der mürrische Nachbar, sieht sie, ist nachts ein einsamer Musiker, und der vermeintliche Velodieb will bloss seinem Bruder ein Velo organisieren, „der hat keins, und der kriegt auch keins“. In den sechs Episoden beginnt Annika sich also für das, was in ihr drin ist, genauso zu öffnen wie für das, was real ist und ihr bisher verborgen blieb. Die Autorin verleiht diesem Prozess ein phantastisches Kostüm – schade nur, dass die Illustrationen so uncharmant sind. Annikas sechs „Freunde“ sehen darauf leblos aus und ziemlich dümmlich.
Verena Stössinger


Ein Buchtipp aus "weiterfliegen. Empfehlenswerte Kinder- und Jugendbücher", einem Projekt der Fachstelle für Gleichstellung der Stadt Zürich (ehemals Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann der Stadt Zürich) und des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM).

Rezension
Annika ist krank. Während Tante Billa im Garten die ersten Himbeeren erntet und ihre Freundinnen Carli und Samu am Baumhaus werkeln, liegt sie mit Halsschmerzen und Fieber im Bett, langweilt sich und bekommt immer schlechtere Laune. Da sieht sie plötzlich in ein “kleines rundes Gesicht mit glänzenden grünen Augen”. Das wundersame Geschöpf, das sich als Gartenfreund vorstellt, nimmt Annika an die Hand und zeigt ihr den schönsten Garten, den sie jemals gesehen hat. Der drollige Kerl bleibt nicht das einzige wundersame Wesen, das Annika im Laufe eines Jahres meist dann besucht, wenn es ihr einmal nicht so gut geht. Es gibt noch andere, die Annika mit einem ganz besonderen Ausflug auf andere Gedanken bringen. So macht sie in Begleitung des Fliegefreundes die Bekanntschaft einer freundlichen Wolke und mit Hilfe des Farbenfreundes wird aus einem verregneten grauen Nachmittag ein unvergesslich bunter Streifzug durch die Nachbarschaft, bei dem sie sich auch noch mit ihrer besten Freundin aussprechen kann.
Wie in “Rabea und Marili” (2006) gelingt es Annette Pehnt auch in ihrem zweiten Kinderbuch Kinderalltag warmherzig in sechs Geschichten einzubinden, die alle einem ähnlichen Aufbau folgen und in sich abgeschlossen sind, sich aber auch als Fortsetzungsgeschichte lesen lassen.
Mit SaBine Büchner hat sich zudem eine Illustratorin gefunden, die Annika und ihren geheimnisvollen Freunden witzig und fantasievoll Gestalt verliehen und das gesamte Buch mit Vignetten und Kleinstillustrationen liebevoll gestaltet hat. Sechs wundervolle (Vorlese-)Geschichten, an denen ZuhörerInnen ab fünf Jahren ebensoviel Freude haben werden wie ErstleserInnen ab sieben.
Andrea Duphorn