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Ergebnisse des Nationalfondsprojekts NFP 21 Barbara Helbling: Eine Schweiz für die Schule. Nationale Identität und kulturelle Vielfalt in den Schweizer Lesebüchern Zürich: Chronos-Verlag 1994. 422 S., Fr. 58.- / EUR 32.50 ISBN 3-905311-38-0 ![]() Verena Rutschmann: Fortschritt und Freiheit. Nationale Tugenden in historischen Jugendbüchern der Schweiz seit 1880 Zürich: Chronos-Verlag 1994. 240 S., Fr. 48.- / EUR 26.50 ISBN 3-905311-39-9 ![]() Doris Senn: "Bisogna amare la patria come si ama la propria madre." Nationale Erziehung in Tessiner Lesebüchern seit 1830 Zürich: Chronos-Verlag 1994. 180 S., Fr. 48.- / EUR 20.- ISBN 3-905311-40-2 ![]() Welche Bilder der Schweiz finden Kinder und Jugendliche in ihrer Literatur? Was für Leitbilder werden angeboten in Texten, die speziell für Kinder und Jugendliche veröffentlicht werden? Wie unterscheiden sich solche Texte je nach Sprachregion? Mit solchen Fragen befassen sich die drei Publikationen. Die Kinder- und Jugendliteratur ist in ihren bis heute gültigen Formen im ausgehenden 18. Jahrhundert entstanden als Teil des neuen Erziehungssystems, dessen Ziel der "zivilisierte", an die bürgerliche Produktions- und Lebensweisen angepasste Erwachsene war. Der Kinderliteratur fällt in diesem System die Rolle zu, Sachwissen und ethische Vorstellungen anschaulich und unterhaltsam zu vermitteln. Von daher bietet die Kinderliteratur aufschlussreiches Material zur Mentalitätsgeschichte. Die Schweizer Kinderliteratur hat von Anfang an besonderes Gewicht auf staatsbürgerliche Tugenden gelegt. Die Autorinnen untersuchen diese Tugenden in zwei Bereichen, in denen in besonderem Mass politische Intentionen und gesellschaftliche Prozesse wirksam werden: Lesebücher und Erzählungen aus der Schweizer Geschichte. Die drei Arbeiten befassen sich mit Lesebüchern der deutschen und französischen Schweiz seit Ende des 19. Jahrhunderts, den Tessiner Lesebüchern seit 1830 und mit historischen Erzählungen aller Sprachregionen. Sie stellen ihre Entwicklung und die Produktionsbedingungen dar sowie die in ihnen vermittelten Wertvorstellungen. Interessiert hat vor allem der Zusammenhang mit jenen politischen Tendenzen in der Schweiz, die verstärkte Bemühungen um ein nationales Bewusstsein hervorriefen. ![]() |
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