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Frühe Sprachförderung, frühe Erfahrungen mit Geschichten, Büchern und Schrift sind wesentliche Grundlagen für einen erfolgreichen Leselernprozess. Die Unterstützung der Eltern ist dabei sehr wichtig. Vielen fremdsprachigen Kindern aus soziokulturell benachteiligten Familien fehlen solche Erfahrungen, wenn sie in die Schule kommen. Ein schwieriger Lesestart und mangelnde Lesekompetenz am Ende der Schulzeit sind häufige Folgen. Im Projekt "Schenk mir eine Geschichte - Family Literacy" werden Eltern mit Migrationshintergrund dazu animiert, ihren Kindern von frühem Alter an zu Hause Bilderbücher und Geschichten zu erzählen und vorzulesen. Sie werden insbesondere auch darin unterstützt, dies in ihrer Familiensprache zu tun, denn je differenzierter sich ein Kind in der Erstsprache ausdrücken kann, desto leichter fällt ihm der Erwerb der Zweitsprache Deutsch. Die Leseanimationen werden von KulturvermittlerInnen und Lehrpersonen für Heimatliche Sprache und Kultur (HSK) durchgeführt, die dafür vom SIKJM weitergebildet werden.
Am 25. August 2010 wurde das Projekt mit dem Orange Award von Unicef Schweiz und Orange ausgezeichnet. Der Schauspieler Anatole Taubman, Spokesperson von Unicef Schweiz, würdigte das Projekt bei der Preisverleihung. Er betonte, dass durch "Schenk mir eine Geschichte" die Chancengleichheit von Kindern mit einer anderen Muttersprache erhöht werde. Am 31. Oktober 2008 wurde "Schenk mir eine Geschichte" mit dem Alpha-Preis 2008 des Schweizerischen Komitees zur Bekämpfung des Illettrismus ausgezeichnet.Das Komitee zur Bekämpfung des Illetrismus wurde 1990 von der Schweizerischen UNESCO-Kommission ins Leben gerufen. Nähere Auskünfte: Therese Salzmann (Projektleitung) Tel.: +41 43 268 39 03 E-Mail: therese.salzmann@sikjm.ch ![]() |
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